Fabrikantenwohnhaus

Fabrikantenwohnhaus

Die einzige Kossätenstelle (eine Art Bauer) im Dorf kaufte um 1840 der aus Neusalz a.d. Oder stammende Schiffer Krause, der das Schiffergewerbe aufgab und prompt zum Bürgermeister von Bralitz ernannt wurde, was den Bralitzern offenbar nicht gefiel.

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Erst ab 1874 wurde der Schulze wählbar. Jedoch nur die 11 Fischer mit je 12 Stimmen, die Halbbauern mit 8, der Kossäte mit 6, und die Büdner jeweils mit 1 Stimme durften wählen.

 

Bald darauf gründete Krause neben der Haak’schen Ziegelei, die er später vermutlich übernahm, ein eigenes Ziegelwerk. Die Haak’sche Grube ist heute noch erhalten.

Das Haus wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. „Das Wohnhaus kündet von der wirtschaftlichen Bedeutung der Ziegelproduktion und zeigt den Repräsentationswillen des Ziegeleibesitzers“ (Denkmaltopographie). Die letzte Eigentümerin des Hauses der Fabrikantenfamilie war Frl. Olga Krause. Auf die Anrede als Fräulein legte sie größten wert. Sie vermachte 1970 das Gebäude der Gemeinde Bralitz. Es erfolgte die Umnutzung zur Kindertagesstätte, die sich noch heute im Gebäude befindet.