Friedhof Bralitz

Friedhof Bralitz

In früherer Zeit liebte man es, seine Toten um die Kirche herum zu begraben, gleichsam im Schutze der Kirche. So haben Neuenhagen und Bralitz gemeinsam bis zum Jahre 1839 ihre Toten neben der Kirche, dem Kirchenhofe, begraben. Neuenhagen gehörte der östliche, während Bralitz der westliche Teil gehörte.

Friedhof in Bralitz (historisches Foto) Klicken, um zu vergrößern.

Jede Beerdigung war für die Bralitzer unbequem, mussten doch jede Leiche nach Neuenhagen gefahren werden. Bralitz war darum darauf bedacht, sich einen eigenen Kirchhof, oder besser Friedhof, zu beschaffen. Man erwarb 1839 vom Forstfiskus ein stück Forst von etwas über einen Morgen Größe. Der Platz wurde notdürftig umwehrt und sollte eingeweiht werden, wenn eine „hervorragende“ Leiche sein würde. Da starb der letzte Schulze Wolff und nun war der Grund zur Einweihung gegeben.

Grabstelle auf dem Friedhof Klicken, um zu vergrößern

Bis zum Jahre 1885 reichte dieser Platz aus. Dann tauschte die Gemeinde ein daneben liegendes Stück Land ein, das früher der Schule gehörte, aber von dem Ziegeleibesitzer Daue käuflich erworben war. Nur bis zum Jahre 1909 reichte dieser Friedhof aus und es musste ein neuer beschafft werden. Schließlich erwarb die Gemeinde ein 5 Morgen großes Stück von der Forst zu diesem Zwecke. Auf diesen Kirchhof wurde eine stilvolle Halle errichtet. Die erste Leiche, die in dieser Halle aufgebahrt wurde, war der Schumacher Kähler und die erste Leiche, die auf diesem Kirchhof begraben wurde, war der verstorbene Jüngling Schlüter und wurde bei seinem Begräbnis der Kirchhof geweiht.